bhf_logo
Projekt starten
  • LinkedIn
  • YouTube


Positionierung im CEO-Porträt: Warum die Kamera Ihre Marktlücke sichtbar macht

Positionierung im CEO-Porträt: Warum die Kamera Ihre Marktlücke sichtbar macht

vor 4 Tagen

|

6 Min Lesezeit

Sie haben Ihre Positionierung sauber definiert und stellen fest, dass sie in der Außenwahrnehmung dennoch verschwimmt. Erfahren Sie, warum ein filmisches Porträt eine Positionierung schärft, die auf Papier bereits fertig aussah, und was sich dadurch im Markt verändert.

Wenn die Positionierung im Deck sauber steht, im Markt aber nicht ankommt

Wir arbeiten regelmäßig mit CEOs, deren Positionierungspapiere fachlich einwandfrei sind. Die Zielgruppen sind beschrieben, die Differenzierungsmerkmale liegen vor, die Werteachsen stimmen. Und trotzdem berichten dieselben CEOs, dass sie im Markt mit Wettbewerbern verwechselt werden, dass Investoren am Ende doch nach demselben fragen wie bei drei anderen Firmen, dass Kunden das Angebot in der falschen Schublade verorten. Die Positionierung existiert, sie ist nur nicht sichtbar. Uns interessiert in diesem Beitrag, warum das filmische Porträt an dieser Stelle etwas leistet, was ein Textdokument systematisch nicht kann, und was sich dadurch für den Auftraggeber verschiebt.

Was auf Papier deckungsgleich aussieht, wird vor der Kamera unterscheidbar

Zwei Unternehmen können auf dem Papier fast identisch positioniert sein. Beide bedienen denselben Mittelstand, beide sprechen von Verlässlichkeit, Qualität, Partnerschaft. Wer die beiden CEOs im Porträt nebeneinanderstellt, sieht innerhalb von zwei Minuten, dass sie unterschiedliche Firmen führen. Der eine denkt in Systemen, der andere in Beziehungen. Der eine trifft Entscheidungen schnell und revidiert sie, der andere langsam und selten. Diese Unterschiede sind im Text kaum ohne Klischee formulierbar, im Porträt sind sie unmittelbar erkennbar. Genau darin liegt der Mehrwert für die Positionierung: Das Porträt macht sichtbar, was ein Positionierungspapier nur behaupten kann.

Wie Kunden nach dem Porträt anders über das Unternehmen sprechen

Eine der konkretesten Rückmeldungen, die wir aus solchen Projekten bekommen, betrifft die Sprache der Kunden. Vor dem Porträt beschreiben Kunden das Unternehmen mit den Kategorien, die sie ohnehin für die Branche verwenden. Nach dem Porträt greifen sie zu anderen Formulierungen, oft näher an dem, was der CEO selbst über sein Unternehmen denkt. Das ist kein Zufall und keine Suggestion. Es liegt daran, dass der Kunde erstmals eine Person vor sich hat, deren Denkweise er beschreiben kann, statt nur eine Firma, die er einordnen muss. Für die Positionierung heißt das: Die intern erarbeitete Selbstbeschreibung wandert in den Sprachgebrauch der Umgebung.

Warum Positionierung ohne erkennbare Person im Markt zerfällt

Die meisten Positionierungen, die wir sehen, sind in dritter Person formuliert. »Das Unternehmen steht für …«, »Unsere Kunden schätzen …«, »Wir sind der Partner für …«. Solche Formulierungen funktionieren im Strategiepapier. Im Markt zerfallen sie, sobald Wettbewerber ähnliche Sätze schreiben. Was übrig bleibt, wenn die Sätze austauschbar werden, ist die Person, die dahintersteht, oder eben niemand. Wir sehen quasi wöchentlich, dass Unternehmen, deren CEO im Markt nicht erkennbar ist, gezwungen sind, ihre Positionierung über Preis, Referenzliste oder Werbedruck zu verteidigen. Das ist teuer und selten stabil.

Der Punkt, an dem die Positionierung im Porträt entsteht

Wir werden oft gefragt, an welchem Moment die Positionierung im Porträt eigentlich sichtbar wird. Es ist im Grunde immer derselbe Punkt: der Moment, in dem der CEO eine Frage bekommt, die er in seiner internen Kommunikation nicht mehr gestellt bekommt. Warum machen Sie das eigentlich so und nicht anders. Was hätten Sie vor fünf Jahren an dieser Stelle entschieden. Was wäre der Preis, wenn Sie das aufgeben. Die Antwort auf solche Fragen ist kein PR-Satz, weil sie nicht vorbereitet werden kann. Sie zeigt die Logik, nach der das Unternehmen tatsächlich funktioniert. Und diese Logik ist es, die eine Positionierung im Markt unterscheidbar macht, weil sie sich nicht abschreiben lässt. Insofern ist das Porträt weniger ein Kommunikationsmittel als ein Instrument, mit dem sich die Positionierung, die im Papier stand, konkretisiert und im Sprachgebrauch verankert. Wer diese Passage im fertigen Film sieht, versteht das Unternehmen anders als vorher, ohne dass irgendwo »wir sind anders« steht.

Was sich für den CEO nach der Veröffentlichung verändert

Die veränderte Außenwahrnehmung ist ein Effekt, den unsere Auftraggeber recht schnell beschreiben können. Ein häufigeres Muster ist, dass Erstgespräche kürzer werden. Gesprächspartner kommen mit einer klareren Vorstellung ins Meeting, weil sie das Porträt vorher gesehen haben. Die üblichen zwanzig Minuten »Wer sind Sie eigentlich« fallen weg. Ein zweites Muster: Der CEO wird für Themen angesprochen, für die er zuvor nicht in Frage kam, weil das Umfeld ihn falsch eingeordnet hatte. Ein drittes: Die eigenen Mitarbeiter zitieren Sätze aus dem Porträt in internen Diskussionen. Das ist der Punkt, an dem die Klammer zwischen Person und Unternehmen im Alltag hält.

Warum die Vorbereitung nicht in mehr Botschaften besteht

Ein Missverständnis, dem wir häufig begegnen, ist die Annahme, ein gutes Porträt entstehe durch besonders gut vorbereitete Botschaften. Wir sehen das Gegenteil. Je mehr Botschaften ein CEO im Kopf hat, desto stärker verengt sich das Gespräch auf deren Unterbringung, und desto weniger wird von dem sichtbar, worum es eigentlich geht. Was hilft, ist ein anderes Vorgehen: Wir klären vorher, welche Positionierungsfrage im Markt aktuell offen ist, und richten das Gespräch darauf aus. Alles andere entsteht im Gespräch selbst. Für den CEO ist das oft entspannender als ein Botschaftskatalog, weil er im Porträt denken darf, statt zu rezitieren.

Der Unterschied zu anderen Formaten der Positionierungsarbeit

Es gibt viele Wege, an einer Positionierung zu arbeiten. Workshops, Strategieberatung, Markenprozesse, Textarbeit. Wir halten diese Formate für sinnvoll und arbeiten oft mit ihren Ergebnissen. Der Unterschied zum filmischen Porträt liegt an einer klaren Stelle: Alle genannten Formate produzieren Dokumente, die intern gelten. Das Porträt produziert ein Ergebnis, das nach außen wirkt und gleichzeitig nach innen zurückstrahlt. Ein CEO, der sein eigenes Porträt gesehen hat, formuliert seine Positionierung im nächsten Vorstandsmeeting anders. Nicht, weil er das Porträt imitiert, sondern weil er sich selbst einmal von außen wahrgenommen hat.

Was ein filmisches Porträt an dieser Stelle konkret leistet

Wir fassen den Nutzen für den Auftraggeber gern in drei Punkten zusammen, weil sie sich in den meisten Projekten wiederfinden. Erstens: Die Positionierung wird im Markt unterscheidbar, ohne dass sie lauter formuliert werden muss. Zweitens: Erstgespräche mit Kunden, Investoren und Partnern starten auf einem anderen Niveau, weil die Person vorher schon präsent war. Drittens: Die interne Führung wird konsistenter, weil das Führungsteam die Positionierung nicht mehr aus dem Papier ableiten muss, sondern aus einem konkreten Bild ihres CEOs. Diese drei Effekte sind der Grund, warum wir das Porträt nicht als Kommunikationsmaßnahme, sondern als Positionierungsarbeit verstehen.

Was am Ende von der Positionierungsarbeit übrig bleibt

Am Ende eines solchen Projekts hat der Auftraggeber zwei Dinge in der Hand. Ein Porträt, das im Markt zirkuliert, und eine geschärfte Vorstellung davon, warum das eigene Unternehmen anders funktioniert als vergleichbare. Das Zweite ist oft der eigentliche Ertrag, auch wenn es im Angebot nicht vorkommt. Wir haben CEOs erlebt, die nach dem Porträt ihre eigene Website neu geschrieben haben, weil ihnen aufgefallen ist, wie ungenau die alte Beschreibung war. Und wir haben Führungsteams erlebt, die ihre Kundenansprache verändert haben, weil sie erst durch das Porträt gesehen haben, was ihre Firma im Kern ausmacht. Das ist die Wirkung, die wir suchen. Sie kommt aus einer Positionierung, die nicht mehr nur beschrieben, sondern erkennbar ist.

von

Benjamin Holz

Als Filmemacher entwickle ich filmische Porträts für Unternehmen, Künstler:innen und CEOs – nicht als Content, sondern als Teil ihrer Positionierung. Es geht nicht darum, etwas darzustellen, sondern darum, sichtbar zu machen, was bereits da ist: Haltung, Substanz, Widerspruch, Klarheit.

Projekt starten
Gespräch vereinbaren


Dramaturgie im Unternehmensporträt: Warum der zweite Akt über die Wirkung entscheidet

Dramaturgie im Unternehmensporträt: Warum der zweite Akt über die Wirkung entscheidet

Sie haben starke Aussagen im Rohmaterial und stellen fest, dass das fertige Porträt trotzdem flach wirkt. Erfahren Sie, warum der zweite Akt der eigentliche Prüfstein jeder Dramaturgie ist und was das für Ihr Unternehmensporträt bedeutet.

vor 19 Stunden|6 Min Lesezeit
Weiterlesen
×

Weiterlesen 65 Beiträge

Erhalten Sie Einblicke in unsere filmischen Porträts im Kontext von Positionierung und Kommunikation. Wir zeigen Prozesse, Entscheidungen und Ansätze – und wie daraus Wirkung entsteht.
Dramaturgie im Unternehmensporträt: Warum der zweite Akt über die Wirkung entscheidet

Dramaturgie im Unternehmensporträt: Warum der zweite Akt über die Wirkung entscheidet

Sie haben starke Aussagen im Rohmaterial und stellen fest, dass das fertige Porträt trotzdem flach wirkt. Erfahren Sie, warum der zweite Akt der eigentliche Prüfstein jeder Dramaturgie ist und was das für Ihr Unternehmensporträt bedeutet.
vor 19 Stunden|6 Min Lesezeit
Gespräch und Wirkung: Warum das Schweigen im Porträt oft mehr sagt als die Antwort

Gespräch und Wirkung: Warum das Schweigen im Porträt oft mehr sagt als die Antwort

Sie haben klare Botschaften vorbereitet und wundern sich, warum im fertigen Porträt gerade die Pausen den stärksten Eindruck hinterlassen. Erfahren Sie, warum das Schweigen im Gespräch ein präziser Wirkhebel ist und was das für Ihr Unternehmensporträt konkret bedeutet.
vor 6 Tagen|6 Min Lesezeit
Gespräch und Wirkung: Was die Frage entscheidet, bevor die Antwort fällt

Gespräch und Wirkung: Was die Frage entscheidet, bevor die Antwort fällt

Sie haben Ihre Botschaften präzise vorbereitet und merken im fertigen Film, dass die stärksten Momente woanders entstehen. Erfahren Sie, warum die Frage entscheidet, was im Porträt überhaupt sagbar wird, und welche Konsequenz das für Ihren Auftritt hat.
vor 2 Wochen|5 Min Lesezeit
Präsenz im Porträt: Warum Wahrnehmung kein Zufall ist

Präsenz im Porträt: Warum Wahrnehmung kein Zufall ist

Sie wirken im persönlichen Gespräch souverän, doch auf Video kommt davon wenig an. Erfahren Sie, warum Präsenz keine Frage des Talents ist und welche Stellschraube ein filmisches Porträt für Ihre Außenwahrnehmung umlegt.
vor 2 Wochen|5 Min Lesezeit
Gespräch und Wirkung: Warum ein CEO im Porträt anders klingt als im Meeting

Gespräch und Wirkung: Warum ein CEO im Porträt anders klingt als im Meeting

Sie kennen sich selbst als souveränen Gesprächspartner und wundern sich, warum Sie auf Video flacher wirken. Erfahren Sie, warum die Gesprächsführung im Porträt der entscheidende Hebel für Ihre Wirkung ist und was sich dadurch für Ihr Unternehmen verändert.
vor 3 Wochen|5 Min Lesezeit
Positionierung im CEO-Porträt: Warum Klarheit vor Kamera entscheidet

Positionierung im CEO-Porträt: Warum Klarheit vor Kamera entscheidet

Sie haben Ihre Positionierung auf Papier und merken im Film, dass sie nicht standhält. Erfahren Sie, warum ein Porträt die Lücke zwischen Markenversprechen und Person sichtbar macht und welche Klarheit dabei entsteht.
vor 3 Wochen|5 Min Lesezeit
Vertrauen vor dem ersten Gespräch: Was ein Porträt im Vertrieb verändert

Vertrauen vor dem ersten Gespräch: Was ein Porträt im Vertrieb verändert

Sie führen lange Vertriebszyklen mit erklärungsbedürftigen Leistungen und merken, dass das erste Gespräch zu viel leisten muss. Erfahren Sie, warum ein filmisches Porträt die Vorqualifikation verlagert und welche Wirkung das auf Ihre Pipeline hat.
vor 3 Wochen|6 Min Lesezeit
Nachfolge sichtbar machen: Was ein CEO-Porträt im Übergang leistet

Nachfolge sichtbar machen: Was ein CEO-Porträt im Übergang leistet

Sie stehen vor einem Generationswechsel und merken, dass Worte allein nicht reichen. Erfahren Sie, warum ein filmisches Porträt die heikelste Phase einer Nachfolge stabilisiert und welche Wirkung es auf Belegschaft, Kunden und Banken hat.
vor 3 Wochen|5 Min Lesezeit
Arbeitgebermarke im Mittelstand: Warum Recruiting-Videos floppen

Arbeitgebermarke im Mittelstand: Warum Recruiting-Videos floppen

Sie investieren in Employer Branding und bekommen Bewerbungen, die nicht passen. Erfahren Sie, warum die meisten Recruiting-Filme die falschen Menschen anziehen und welcher Hebel ein Porträt zu einem präzisen Vorfilter für Bewerber macht.
vor 4 Wochen|6 Min Lesezeit
Markenkern sichtbar machen: Was ein Porträt im Mittelstand verändert

Markenkern sichtbar machen: Was ein Porträt im Mittelstand verändert

Sie wollen Ihre Marke schärfen, ohne in Claims und Kampagnen zu investieren, die ohnehin niemand glaubt. Erfahren Sie, warum ein filmisches Porträt den Markenkern Ihres Unternehmens präziser benennt als jedes Strategiepapier und was sich dadurch im Außenauftritt verschiebt.
vor 4 Wochen|5 Min Lesezeit
Positionierung ohne Content-Maschine: Was ein Porträt leistet

Positionierung ohne Content-Maschine: Was ein Porträt leistet

Sie wollen als Experte sichtbar werden, haben aber keine Redaktion im Haus. Erfahren Sie, warum ein filmisches CEO-Porträt die Lücke zwischen Anspruch und Output schließt und welche Funktion es im Vertrieb tatsächlich übernimmt.
vor 1 Monat|5 Min Lesezeit
Wahrnehmung im B2B: Warum Steuerung ehrlicher wirkt als Spontaneität

Wahrnehmung im B2B: Warum Steuerung ehrlicher wirkt als Spontaneität

Sie wollen als Geschäftsführer wahrgenommen werden, ohne sich zu inszenieren. Erfahren Sie, warum gesteuerte Porträts ein präziseres Bild ergeben als spontane Aufnahmen und welcher Mechanismus dafür sorgt, dass Authentizität planbar wird.
vor 1 Monat|5 Min Lesezeit
Lädt…
  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • Honorarsysteme
  • Projekt starten
  • FAQ
  • Kontakt
Blog
  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • Honorarsysteme
  • Projekt starten
  • FAQ
  • Kontakt
  • LinkedIn
  • YouTube

Wir nutzen Cookies, um Ihre Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können hier unsere Datenschutzerklärung einsehen.

Anfrage fortsetzen