Ich bin Benjamin Holz – Filmemacher, Autor des Buches Der Interviewer Günther Gaus und Produzent der Kino-Dokumentation EDDY – Ein Tanz zwischen den Welten. Als Regisseur und Interviewer verbinde ich dokumentarische Filmpraxis mit Gesprächsforschung.
Im Zentrum meiner Arbeit als Interviewmethodiker steht die Frage, wie Gespräche unter realen Produktionsbedingungen so geführt werden können, dass sie inhaltlich tragfähig, glaubwürdig und unverstellt bleiben. Grundlage ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Interview als spezifischer Gesprächsform.
Neben meiner Tätigkeit als Filmemacher umfasst meine Arbeit die Entwicklung und Vermittlung von Interviewmethoden ebenso wie die konkrete Planung, Analyse und Durchführung von Interviews in redaktionellen und dokumentarischen Produktionen.
Ziel ist es, unter realen Produktionsbedingungen Gespräche zu ermöglichen, die inhaltlich tragfähig sind, der Verantwortung gegenüber dem Publikum gerecht werden und redaktionell Bestand haben. Mein Angebot richtet sich an Redaktionen, Produktionsfirmen, Journalist:innen, Filmemacher:innen und Ausbildungsinstitutionen, die Interviews nicht als reines Abfrageformat verstehen, sondern als inhaltliche und kommunikative Entscheidung.
Interviewplanung & Begleitung: Projektbasierte Planung und Begleitung dokumentarischer und redaktioneller Interviews
Zielsetzung
Die Interviewplanung & redaktionelle Begleitung richtet sich an Produktionen, in denen Interviews eine zentrale dramaturgische und inhaltliche Rolle spielen.
Ziel ist es, Interviews so vorzubereiten und zu begleiten, dass sie unter realen Produktionsbedingungen inhaltlich tragfähig bleiben, Risiken minimiert werden und eine klare Adressierung an das Publikum gewährleistet ist.
Leistungsumfang
1. Vorinterviews & Gesprächsvorbereitung
- Durchführung oder Begleitung von Vorinterviews
- Einschätzung von Gesprächspotenzialen, Grenzen und Risiken
- Strukturierung von Themenfeldern und Gesprächsbögen
- Trennung von Erkenntnisinteresse, Dramaturgie und performativen Erwartungen
2. Redaktionelle Interviewplanung
- Entwicklung einer tragfähigen Gesprächsstruktur
- Vorbereitung sensibler Themen und Übergänge
- Klärung von Rollen zwischen Interviewführung, Regie und Redaktion
- Einschätzung der Wirkung einzelner Setzungen auf das Publikum
3. Begleitung beim Dreh
- Redaktionelle Begleitung während des Interviews
- Einordnung von Gesprächsdynamiken in Echtzeit
- Unterstützung bei inhaltlichen Entscheidungen vor Ort
- Sicherung von inhaltlicher Dichte und Gesprächsoffenheit
4. Nachbereitung & Einordnung
- Reflexion des Interviews im Anschluss an den Dreh
- Redaktionelle Einordnung für Schnitt und Dramaturgie
- Ableitung von Empfehlungen für weitere Interviews oder Formate
Ergebnis
- Entlastung von Redaktion und Regie bei zentralen Entscheidungen
- Klare Interviewstruktur ohne Übersteuerung
- Reduzierung inhaltlicher Risiken
- Höhere Gesprächsdichte und Tragfähigkeit
Referenzen: Weill@Night: https://weillatnight.de
Qualitäts-Review & Sparring: Analyse konkreter Interviews mit vertraulichem Feedback für Redaktionen, Regisseur:innen und Projekte
Zielsetzung
Das Qualitäts-Review & Editorial Sparring richtet sich an Redaktionen, Regisseur:innen und Produktionsfirmen, die Interviews als zentrale inhaltliche Entscheidung verstehen.
Ziel ist es, Interviewvorhaben, laufende Produktionen oder bestehende Interviews präzise einzuordnen, Risiken sichtbar zu machen und fundierte redaktionelle Entscheidungen zu ermöglichen.
Leistungsumfang
1. Analyse konkreter Interviewarbeit
- Analyse von Interviewkonzepten, Fragelisten oder Gesprächsbögen
- Sichtung und Einordnung von Rohmaterial oder fertigen Interviews
- Identifikation von Stärken, Brüchen und ungenutztem Gesprächspotenzial
2. Einordnung von Gesprächsdynamiken
- Kontrolle, Öffnung, Abwehr, Performanz
- Beziehungsgestaltung zwischen Interviewer:in und Gesprächspartner:in
- Adressierung an das Publikum und deren Auswirkungen auf Inhalt und Wirkung
3. Redaktionelles Sparring
- Klärung zentraler redaktioneller Entscheidungen vor oder während der Produktion
- Einschätzung von Risiken, Zumutungen und ethischen Implikationen
- Ableitung konkreter Handlungsoptionen für Dreh, Schnitt oder Konzeption
4. Optional: Begleitung im Produktionsprozess
- Vorbereitung zentraler Interviews
- Sparring vor entscheidenden Drehs
- Nachbesprechung und Einordnung nach dem Dreh oder Schnitt
Ergebnis
- Entlastung redaktioneller Verantwortung durch externe Einordnung
- Klare Entscheidungsgrundlagen für Redaktion und Regie
- Höhere Gesprächsqualität und inhaltliche Dichte
- Sicherheit im Umgang mit komplexen Interviewsituationen
Remote Fellowship: 8–10 Wochen Programm für erfahrene Journalist:innen und Filmemacher:innen
Programm
8–10 Wochen, Remote
Wöchentliche Live-Sessions, Analyse eigener Interviews, individuelles Feedback, vertraulicher Rahmen
Zielsetzung
Das Remote Fellowship richtet sich an erfahrene Journalist:innen, Dokumentarfilmer:innen und Autor:innen, die ihre Interviewpraxis vertiefen und präzisieren möchten.
Ziel ist es, eine reproduzierbare Gesprächshaltung zu entwickeln, die auch unter wechselnden Produktionsbedingungen tragfähige, glaubwürdige und verantwortungsvolle Interviews ermöglicht.
1. Vertiefung der Interviewmethodik
- Weiterführung der kommunikationspsychologischen Grundlagen des Interviews
- Präzisierung des Unterschieds zwischen Gespräch und Interview
- Reflexion des Beziehungsdreiecks (Interviewer:in – Gesprächspartner:in – Publikum)
2. Analyse der eigenen Praxis
- Gemeinsame Analyse eigener Interviews oder Interviewvorhaben der Teilnehmenden
- Einordnung von Gesprächsdynamiken, Setzungen, Kontroll- und Öffnungsmomenten
- Reflexion persönlicher Interviewentscheidungen und -haltungen
3. Reproduzierbarkeit von Interviewtiefe
- Entwicklung einer stabilen Gesprächshaltung jenseits von Intuition
- Umgang mit Unsicherheit, Widerstand und performativem Verhalten
- Übertragung der Methodik auf unterschiedliche Formate und Kontexte
4. Autorität, Verantwortung, Wirkung
- Aufbau persönlicher Autorität im Interview
- Verantwortung gegenüber Gesprächspartner:innen und Publikum
- Wirkung von Gesprächsführung auf Inhalt, Dramaturgie und öffentliche Wahrnehmung
Ablauf
- 8–10 Wochen
- Wöchentliche Live-Sessions (Remote)
- Vorbereitung und Einreichung eigener Interviewbeispiele
- Kontinuierliches individuelles Feedback
- Vertraulicher Arbeitsrahmen mit kleiner Gruppe
Ergebnis
- Stärkung der eigenen Autorität als Interviewer:in
- Klar formulierte persönliche Gesprächshaltung
- Reproduzierbare Interviewtiefe über Projekte hinweg
- Höhere Sicherheit in redaktionellen Entscheidungen
Vorträge: Grundlagen der Interviewmethodik & Gesprächsforschung: Theorie, Praxis und Fallbeispiele
Zielsetzung
Die Vorträge richten sich an Redaktionen, Ausbildungsinstitutionen und Fachkonferenzen, die Interviews nicht als Technik, sondern als journalistische und kommunikative Entscheidung verstehen.
Ziel ist es, zentrale Prinzipien der Interviewmethodik und Gesprächsforschung verständlich zu machen und für die eigene Praxis reflektierbar werden zu lassen.
Inhalt
- Unterschied zwischen Gespräch und Interview
- Das Beziehungsdreieck: Interviewer:in – Gesprächspartner:in – Publikum
- Verantwortung, Wirkung und Adressierung
- Gesprächsführung unter institutionellen Bedingungen
- Typische Fehler, Routinen und blinde Flecken in Interviews
- Fallbeispiele aus Journalismus und Dokumentarfilm
Aufbau (Je nach Anlass)
- klar strukturierter Vortrag
- Lecture mit Filmausschnitten
- Gesprächsformat mit Diskussion
- optional: kurze Analysebeispiele oder Reflexion eigener Interviewpraxis
Ergebnis / Mehrwert
- Übertragbarkeit auf journalistische und dokumentarische Formate
- Geschärftes Verständnis für Interviewdynamiken
- Klare Begriffe und Entscheidungsmodelle
- Nachhaltige Reflexion der eigenen Gesprächspraxis
Ich veröffentliche regelmäßig methodische Lektüren dokumentarischer und journalistischer Interviews. Die Analysen machen Gesprächsführung, Dynamiken und Entscheidungslogiken im Interview nachvollziehbar.


